Der Feuervogel lebt im Garten des Zauberes Kastschej. Der junge Prinz Ivan fängt diesen Vogel auf der Jagd, lässt ihn aber wieder frei. Zum Dank erhält der Prinz eine Feder mit magischen Kräften. Der Prinz selber ist unsterblich verliebt in eine Prinzessin, die vom Zauberer Kastschej gefangen gehalten wird. Mit Mut und mit Hilfe der magischen Feder gelingt es dem Prinzen, den Zauberer zu besiegen und seine Prinzessin zu befreien. Genauso mutig begaben sich über 100 Kinder auf eine abenteuerliche Reise. Nach 5 Wochen Training, nach vielen Stunden der Freude, Begeisterung, und Anstrengung aber auch der Resignation und Verzweiflung, nach so vielen Stunden dampfender und schmerzender Füße standen sie vorigen Freitag aufgeregt auf der Bühne der Messehalle in Dresden. Das MDR Sinfonieorchester führte im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele erst Mussorgskis “Nacht auf dem kahlen Berge” und dann schließlich Strawinskys “Feuervogel” gemeinsam mit Dresdner Schüler und Schülerinnen auf. Josef Eder, der Tanz-Projektleiter, hatte vorher mit eindrucksvollen Worten seinen Tänzern und Tänzerinnen die Bühne sozusagen übergeben und sein Stück in ihre Hände gegeben. Die Messehalle war ausverkauft, der Andrang so groß, dass die Aufführung später beginnen musste. Aber schließlich kam der große Augenblick. Hinter der Bühne herrschte natürlich Aufregung, weil da mal jemand den nächsten Schritt vergessen, dort mal jemand gleich den ganzen Einsatz verpasst hatte und schließlich der Ball nicht aufzufinden war. Viele Gesichter waren hochrot vor Lampenfieber, aber alles ging gut und dann kam der tosende und lang anhaltende Beifall, mit ihm so einige Tränen der Erleichterung, der Rührung und der Ergriffenheit und dann schließlich der Jubel, auch hinter der Bühne. Die Musiker aus dem Orchester waren begeistert, all die tapferen Tänzer und Tänzerinnen total aus dem Häuschen, mit ihnen Lehrer, Eltern, Geschwister, Josef Eder mit seinem Team und Royston Maldoom selbst, der extra angereist war und natürlich all die kleinen und großen Helfer und Helferinnen…
Renate Storch
25.05.2010




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