Online überholt Radio.

Wie in einer Mitteilung von Nielsen Research zu lesen ist, geben Werbetreibende in Deutschland nun erstmals mehr Geld für Onlinewerbung aus als für Radiowerbung. Mit 665 Millionen Euro wuchs der Onlinebereich im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent. Den zweistelligen Wachstumsraten stehen einstellige Raten im klassischen Bereich gegenüber. Die Ausgaben für Radiowerbung sind sogar um 3 Prozent gefallen.

Diese Zahlen machen vor allem eins deutlich. Nutzerverhalten ändern sich und damit auch die Werbe- und Mediaspendings.

Nachtrag:
Laut einer Meldung des Spiegel steigen die Ausgaben der US-Wirtschaft für Werbung im Online-Bereich erstmals über die Ausgaben für klassische TV-Werbung. Geschätzte 106 Milliarden Dollar werden dieses Jahr für Online-Werbung ausgegeben. Damit würden die Ausgaben um 12,3 Prozent steigen. Dagegen entfallen nur 98,5 Milliarden insgesamt auf die Bereiche TV, Rundfunk und Kino.
Ein Großteil der Online-Investitionen werden die Unternehmen dabei in ihre eigenen Web-Auftritte investieren.
Deutschland hingt in diesem Bereich bekanntlich etwas hinterher. Wir dürfen also gespannt sein, wann diese Entwicklung auch uns vollständig erfassen wird und wie wir darauf reagieren werden.

2 Responses to “Online überholt Radio.”

  1. Comment by werbepsychologie — September 14, 2008 @ 11:05 pm

    Laut OVK (OnlineVermarkterKreis) sollen die Ausgaben für Online-Werbung in Deutschland vom Jahr 2007 mit insgesamt 2,9 Milliarden Euro nochmals im Jahr 2008 mit geschätzten 3,7 Milliarden Euro deutlich übertroffen werden. Kosten zur Erstellung von Web-Auftritten sind davon noch ausgenommen. “Lediglich” klassische Online Werbung (Banner und Ads), SEM und Affiliate-Marketing sind eingerechnet. Es steht dabei außer Frage, dass gerade im Performance Marketing ordentlich investiert wird, da sich der Erfolg von Kampagnen mittlerweile auch recht gut messen und zurückverfolgen lässt. Mit Radiowerbung wird es da schon schwieriger, auch wenn sie “in den Kopf geht und im Ohr bleibt”. Werbung im Netz wird sich mehr und mehr etablieren und stellt für viele Firmen bereits heute schon den Vertriebskanal schlechthin dar. Wer darauf noch nicht reagiert hat, der wird sich an den kleineren Stückchen Kuchen bedienen müssen.

  2. Comment by MarcoBluethgen — September 23, 2008 @ 12:27 pm

    Sehr schöner Punkt - Messbarkeit. Ich denke auch, dass neben der stetig steigenden Verbreitung der Onlinemedien in allen Altersgruppen gerade die direkte Messbarkeit des Werbeerfolgs oder Mißerfolgs für die Unternehmen wichtig ist.

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